Projekt 2018

"Neue Dächer" 

Eine Chance auf Bildung

Durch den Wirbelsturm "DINEO" im Februar 2017 wurde in Mosambik vor allem die Provinz Inhambane in Mittleidenschaft gezogen, in der unsere Projektgemeinde Muvamba liegt. Dort verursachte die Naturkatastrophe große Verwüstungen. Der Wiederaufbau ist noch immer nicht beendet. So wurden auch einige Dächer der Grundschule Mucuácua in Muvamba vollständig abgedeckt, was zur Folge hatte, dass rund 200 Schüler nicht mehr am Unterricht teilnehmen können. Insgesamt besuchen fast 600 Schüler diese Schule. Um die lokal üblichen Wellblechdächer wieder in Stand zu setzen, sind u. a. 40 Zinkbleche notwendig. Die Renovierung wird von lokalen Handwerkern ausgeführt. Yoyoca e.V. wird beim Wiederaufbau unterstützen und die Material-, Transport-und Handwerkerkosten mit ca. 2.200 € übernehmen. In den wiederhergestellten Klassenräumen sollen künftig vier Klassen - zwei am Vormittag, zwei am Nachmittag - mit je 55 Schülern dem Unterricht folgen.




Projekt 2016, 2017 und 2018

"Gemeinsam können wir mehr"

Milchlieferung für unterernährte Kinder in Muvamba, Mosambik

Eine adäquate Ernährung in den ersten Lebensjahren ist von elementarer Bedeutung für die gesunde physische und kognitive Entwicklung von Kindern. In Mosambik, einem der ärmsten Länder der Welt, ist die Lebenssituation von Müttern und Familien jedoch so besorgniserregend, dass diese nicht immer für das Grundlegendste sorgen können. Unterernährung aufgrund extremer Armut, aber auch HIV-Infektionen u.a. hindern viele Mütter daran, stillen zu können. Deswegen unterstützt die katholische Mission in Muvamba durch die monatliche Lieferung von Babynahrung gezielt Mütter, deren Kinder zwischen 0 und 4 Jahren an Mangelernährung und Untergewicht leiden. An einer im ländlichen Raum eingerichteten Ausgabestelle kann die Milch gegen einen symbolischen Beitrag, der das eigene wirtschaftliche Engagement der Familien fördert, erworben werden. Darüber hinaus entsteht bei der Nahrungsmittelübergabe Raum für sensibilisierende und aufklärende Gespräche, die Bedürfnisse der eigenen Kinder betreffend.

 


Projekt  2015

"RUT"

Für einen Witwenstand in Würde

Unternehmertum junger, alleinerziehender Witwen mit Kindern

Alleinerziehende Witwen sind in Mosambik eine in höchstem Maße von Armut bedrohte Bevölkerungsgruppe. Diese Frauen, denen häufig nicht die notwendigen Ressourcen zur Verfügung stehen, um die eigene Familie zu versorgen, sehen sich gemeinsam mit ihren Kindern erschreckend schlechten Lebensbedingungen ausgesetzt. Oftmals gibt die Familie der Frau die Schuld für den Tod des Ehemannes – aus ihren Häusern vertrieben, erleiden sie dann den Verlust ihres gesamten Besitzes. Die Gemeinde del Santísimo Redentor möchte deswegen einen Treffpunkt für genau diese Frauen schaffen, sie in ihrem Trauerprozess begleiten, ihr Selbstwertgefühl wieder aufbauen und ihnen die notwendigen Bildungs- und Beschäftigungsinitiativen aufzeigen, die zum selbstständigen Lebensunterhalt der Familien beitragen. Hierzu sollen Arbeitsgruppen gebildet werden, die in die Grundlagen der Ziegenzüchtung eingeführt werden und je einen Ziegenbock und ein Ziegenweibchen zugeteilt bekommen. Die bereits geschulten Witwen sollen wiederum ihr Wissen weitergeben, wodurch in den Folgejahren eine große Anzahl an Witwen erreicht werden wird. >>> Mehr

Gefördert durch die Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen und die Engagement Global GmbH im Rahmen des Förderprogramms „Auslandsprojekte NRW“.

 

 

                                           

Initialprojekt 

"Füße für YOYOCA"


Yoyoca Manavel wurde 2003 in einer ländlichen Gegend Mosambiks, Muvamba, in ärmlichsten Verhältnissen geboren. Als Yoyoca anderthalb Jahre alt war, hat sie bei einem Unfall so schwere Verbrennungen erlitten, dass sie beide Füße verlor. Daher musste Yoyoca viele Jahre große Schmerzen erleiden, da sie nur auf ihren Knien oder Stümpfen laufen konnte.

Yoyocas Schicksal berührte uns so sehr, dass wir beschlossen, ihr zu helfen. In einem selbst initiierten Projekt mit befreundeten Familien in Argentinien und Deutschland, versuchten wir, Yoyoca dabei zu unterstützen, außerhalb Mosambiks die medizinische Betreuung zu bekommen, die sie benötigte, um wieder laufen zu können und ein würdigeres Leben zu führen.

So entstand im Jahr 2014 das Projekt „Füße für Yoyoca“. Im April 2014 veranstalteten wir eine große SAMMELAKTION FÜR YOYOCA in drei Kölner Kitas. Die dabei erhaltenen Sachspenden verkauften wir dann auf drei Kinderflohmärkten. Darüber hinaus fand im Juni 2014 eine Benefizmilonga, eine Tango-Tanzveranstaltung, in Köln statt.

Gemeinsam mit der Stiftung  „Yoyoca – Africa de Pie“ aus Argentinien, der Gemeinde in Mosambik und allen Menschen, die sich in Deutschland für Yoyoca eingesetzt haben, konnten wir es ermöglichen, dass Yoyoca am 25. September 2014 nach Argentinien flog, um sich auf einen neuen Weg zu begeben, der ihr Leben verändern würde.

Anfang Dezember stand Yoyoca zum ersten Mal auf ihren neuen Fußprothesen.

Nach 6 Monaten, am 29. März 2015, kehrte Yoyoca dann auf „eigenen Füßen“ in ihre Heimat und zu ihrer Familie zurück. All dies war nur möglich durch die Hilfe vieler Menschen, egal ob sie klein oder groß war - jede Hilfe ist ein Ausdruck der Liebe zum Nächsten.

Yoyoca hat nun viele Pläne für ihr Leben: Sie möchte studieren und auf die Universität gehen, damit sie später in ihrer Gemeinde helfen und so etwas von der Hilfe zurückzugeben kann, die sie empfangen hat. Jeder, der sie kennt, ist überzeugt davon, dass sie dies erreichen wird. Yoyocas hervorstechendes Merkmal ist ihre ungeheure Lust am Leben.